Die richtige Track -Länge | Music Talk

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Die richtige Track -Länge
16.02. 2020
08:04
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604

Hi zusammen

Ich beschwere mich ja ab und zu, dass ein Track zu lang ist. Und hier im Track Rating landen nicht selten Tracks, die 6 bis sogar 9 Minuten lang sind. Das ist absolut kein Problem, wenn dann auch ein Feuerwerk abgeschossen wird. Aber oft sind das einfach Loops, die über die Zeit monoton wirken.

Was denkt ihr dazu? Wann ist ein Track zu lang und wann ist eine Track-Länge passend?

Meine Meinung:
Je kürzer, umso besser. Zusätzliche Track-Zeit steigert die Monotonie. Ein Track sollte dann fertig sein, wenn er sein ganzes Feuerwerk verschossen hat. In der Kunst ist die Spielzeit ja nicht vergleichbar mit z.B. der Bildhauerei oder der Malerei. Klar je grösser eine Statue, umso imposanter wirkt sie. Und je grösser eine Leinwand ist, umso intensiver ist die Wirkung. Aber man kann nicht sagen, je länger ein Musikstück, umso... Das geht nicht.

Man sollte sich als Produzent immer bewusst sein, was die Zeit für den Hörer bedeutet. Es gibt nur wenige Tracks, die ganze 8 Minuten dauern. Stairway To Heaven wäre so eine Ausnahme. Ich weiss natürlich, dass im Techno-Genre die Track gerne mal über 8 Minuten dauern. Aber das ist halt eine historische Sache - früher wollte man dem DJ Zeit geben, um den neuen Track zu mischen. Ist heute ja nicht mehr sinnvoll. Bei diesen Tracks sind dann mindestens 90 Sekunden Intro und 90 Sekunden Outro dabei, also ist der Track an sich höchstens 5 Minuten lang.

Man sollte isch auch bewusst sein, was andere Musik in einer bestimmten Zeit macht.

In 7 Minuten spielen die Beatles "Hey Jude" voll durch inkl. 4 Minuten reinem "NANA NA NAA".
In 6 Minuten hat man Thriller von MJ komplett durchgehört.
In 5 Minuten hat Sting sein Shape Of My Heart komplett vorgetragen.
In 6 Minuten hat Eminem mit dem Song Rap God den Weltrekord für die meisten Wörter aufgestellt.

Und an dieser Stelle sollte sich ein Musiker genau fragen, warum sein Track jetzt 8 Minuten dauern sollte.

Wer die Tracklänge von teilweise 8 Minuten immer absolut zurecht ausnutzt, ist Alon Mor. Sein Presuedos dauert 9 Minuten und darin passiert eigentlich so viel wie sonst in einem gesamten Album.

16.02. 2020
10:15
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GitKlar
sp_UserOnlineSmall Online
Ansehen: 16569

Einfache Frage, schwierige Antwort.

Das hat zum Einen was mit den Hörgewohnheiten des Konsumenten zu tun, zum Anderen steckt da aber auch wirkliches Songwriting hinter, das hinterfragt werden kann.

Vorab, ich unterstütze auf keinen Fall die These: "Je kürzer, desto besser", denn das Ergebnis einer solchen Herangehensweise ist auf Spotify und in den Radios zu hören. Mag bei Pop-Musik so sein, dass der Hörer keine Zeit mehr hat und nach 10 sec. (!) immer wieder den nächsten Part hören muss, aber für mich ist das Verstümmelung von Musik - gibt mir gar nix.

Das Schwierige dabei ist auch, dass jeder Track unterschiedlich aufgebaut ist, sprich, es gibt keinen Prototyp, der besagt, wie ein Track bei welcher Länge aufgebaut sein muss. Und manche Musik funktioniert auch einfach darüber, dass sie sich langsam über einen längeren Zeitraum entwickelt.

So zum Beispiel funktionieren die meisten Techno- und Minimal-Tracks, und es wär absolut kontraproduktiv, wenn solche Tracks stark gekürzt oder komplett vollgestopft mit viel zu vielen Elementen wären, da man sonst deren Funktion völlig zerstört hätte.

Nichtsdestotrotz sagt einem die eigene Intuition natürlich schon auch, ob das was man hört sich einfach nur zieht oder im Track nicht genug passiert. Ich merk selbst immer wieder aufs Neue, dass das eine Kunst ist, dabei unterscheiden zu können, obs am persönlichen Geschmack oder am Songwriting liegt. Je nachdem, woran ichs festmache, fallen bei mir die Kategorien DYLI und Kreativiät auf bestimmte Art aus. Außerdem ist nicht zu vergessen, dass Monotonie ein Stilmittel sein kann, und nicht selten hier auch versucht wird, diese als solches einzusetzen. Dementsprechend könnte man auch beurteilen, ob und inwieweit das aus eigener Sicht gelungen ist oder nicht.

Btw, ich hab irgendwie das Gefühl, einer von nur sehr wenigen hier zu sein, der im Punkt Kreativität explizit auf das Songwriting eingeht, unabhängig vom Genre und der Frage "Hast du sowas schonmal gehört?". Soll jetzt kein Maßstab sein, wie hier bewertet wird, aber sowohl in den Ratings, als auch in den Kommentaren kommt es mir so vor, als würde viel zu wenig aufs Songwriting eingegangen, was eig. mindestens genauso wichtig ist, wie die technische Umsetzung.

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Justonemore
16.02. 2020
13:58
Moderator
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Veevee Smollfox
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Ansehen: 30751

Gibt's nicht. Wie in jeder objektiven Frage bei Musik. Klar, man kann sagen es gibt ein theoretisches Feuerwerk was aufgebraucht werden kann, aber versucht wirklich jeder Track ein Feuerwerk zu sein?
Ich glaube dir fehlt etwas Perspektive; Klar kann Eminem in 8 Minuten 'nen Wortrekord aufstellen, Alon Mor auf irgendwelche Reisen mitnehmen, aber einfach mal sich einfach mal zurücksetzen, den Moment genießen und Bilder vor den Augen vorbei fliegen lassen kann man mit beiden wohl schlecht. Techno ist hauptsächlich Tanz, der monotone Beateinsatz ist wovon es lebt, der Loop ist die Musik. Gradezu 6 Minuten hypnotisch es spüren, mal fällt die Kick raus, mal ein Synth. Ich kann das total nachvollziehen, warum die Tracks länger als kürzer sind. Gibt aber auch so Tracks die nur durch den Loop überhaupt funktionieren können. Vaporwave ist auch so genre was sehr davon lebt. Einige Lieder funktionieren nicht als ein Einminutenschnippsel.

Zudem fallen mir dann auch Tracks ein von Floating Points oder Deadmau54, die auch nicht funktionieren können ohne den langen Verlauf. Bei FP gibt's sogar Radio Edits die einfach meiner Meinung nach das eigentliche Lied entwerten. Für mich funktionieren sie auf 3 Minuten runtergecuttet nicht.

Außerdem, wenn du es mit anderer Kunst vergleichst, wie wäre es mit Farbspektrum oder Form? Ein Granit Block wirkt ja auch simpler und monotoner als eine Statue von David, beide haben aber einen Effekt subjektiven Effekt auf dich. Man kann sich ja auch bei 'nen Krimi beschweren das zu wenig Action passiert, aber warum sollte es den Krimi stören; Der versucht ja kein Actionfilm zu sein.

Für mich ist die Antwort einfach, muss man als Künstler*in selbst entscheiden. Komplett und keiner hat ein Recht da rein zu reden.

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kacktusman, GitKlar, Bruise Juice, Xenofish
16.02. 2020
15:52
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kacktusman
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Ansehen: 4735

Ich bin auch der Meinung das muss der Künstler entscheiden. Und wenn der Track ne Stunde dauert dann ist das halt so. Obs den Leuten gefällt ist dann eine andere Sache, aber es gibt für alles Abnehmer, jedem gefällt was anderes.

Kommt halt drauf an ob man was produzieren will das möglichst Vielen oder einer gewissen Personengruppe zusagt, oder ob man selber eine künstlerische Idee verfolgt.

Gutes Beispiel von meiner Seite mit passendem Namen ist "Too Long" von Daft Punk.
Ich liebe den Track und mir ist egal dass der 10 Minuten lang ziemlich gleich bleibt.
Um genau zu sein ist gerade das was den Track ausmacht, weil man einfach mal abschaltet und sich treiben lässt. Ich finde man sollte sich bei Kunst nicht zu sehr auf Zahlen fokussieren.

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16.02. 2020
19:18
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Forest Puppy
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Ansehen: 6531

@kacktusman  sagt
Ich bin auch der Meinung das muss der Künstler entscheiden. Und wenn der Track ne Stunde dauert dann ist das halt so. Obs den Leuten gefällt ist dann eine andere Sache, aber es gibt für alles Abnehmer, jedem gefällt was anderes.
Kommt halt drauf an ob man was produzieren will das möglichst Vielen oder einer gewissen Personengruppe zusagt, oder ob man selber eine künstlerische Idee verfolgt.
Gutes Beispiel von meiner Seite mit passendem Namen ist "Too Long" von Daft Punk.
Ich liebe den Track und mir ist egal dass der 10 Minuten lang ziemlich gleich bleibt.
Um genau zu sein ist gerade das was den Track ausmacht, weil man einfach mal abschaltet und sich treiben lässt. Ich finde man sollte sich bei Kunst nicht zu sehr auf Zahlen fokussieren.
  

+69

16.02. 2020
21:15
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Leon Rodt
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 399

 Wann ist ein Track zu lang und wann ist eine Track-Länge passend?

Bitte nimm mir das nicht krumm, aber das ist ungefähr so sinnvoll, wie zu fragen; "Wann ist ein Track zu schnell?" 

Es gibt eben Nummern, die wünscht man sich länger, oder kürzer, schneller, oder langsamer, voller , oder leerer.  Und das variiert - zumindest bei mir - von Situation zu Situation und von Tag zu Tag. 

Ich persönlich finde kurze (vor allem) Lieder oft perfekt auf den Punkt. "je kürzer, desto besser" finde ich allerdings eine ziemlich traurige Aussage. 

Vor gut zwanzig Jahren hat Sven Väth mal im "Tempel Club" zu München in einer Sonntags-Afterhour die 10Minuten instrumental Version von "BeachBall" dreimal hintereinander gespielt. War eine der schönsten halben Stunden meiner Weggehkarriere:-) 

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Xenofish, GitKlar
17.02. 2020
08:37
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AlphaEimer
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 4121

Je kürzer, umso besser

Wäre der perfekte Track dann einfach eine HiHat? ;D

Spass bei Seite, aber endet man dann nicht genau an dem Punkt, der an aktueller Mainstream Musik so kritisiert wird?

Einfach ein 2 - 3min Track der sich keine Zeit für einen ordentlich Drop oder Break lässt und kaum Stimmung aufbaut sondern einfach schnell versucht deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Klar gibt es auch viele Tracks die sehr kurz und trotzdem stark sind, aber um mich richtig zu packen muss er sich auch schön aufbauen. Das schafft man in 6min halt besser als in 2min. Zumindest ist das bei mir so.

Und warum sollte es nicht mehr sinnvoll sein DJ Intros und Outros mit rein zu basteln? Die Schlussfolgerung verstehe ich nicht ganz...

17.02. 2020
11:55
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LeKrusch
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 2246

Kommt für mich stark auf das Genre an:

Bei Popmusik (zählt auch Dance-Pop dazu) sollte die Länge irgendwo zwischen 2:30 und 4:30 Minuten liegen, damit die Single zum einen vom Streaming-Algorithmus wahrgenommen wird und zum anderen damit sie auch problemlos im Radio gespielt werden kann (Ist bei 9 Minuten Songlänge etwas schwierig) 

Sowohl Rap als auch Rockmusik kann von dieser Norm abweichen (Gibt sowohl Hits die 2:00 Minuten lang sind als auch welche die 5:00 Minuten gehen)

Bei elektronischer Musik kommt es für mich auch wieder viel auf das Genre drauf an. Hardstyle, Future-, Electro-, Progressive- und BigRoom- House dienen für mich als Festival-Sound und sollten daher auch irgendwo eine Länge von 2:30 bis 4:00 Minuten haben. Bass House und Dubstep kann gerne auch mal 5 Minuten gehen, da dort relativ viel Soundvariationen möglich sind. Eine nichtkommerzielle DnB Nummer kann bis 6 Minuten gehen und nichtkommerzielles Deep House und Tech House auch ruhig mal bis 7 Minuten. Im Techno und Trance (Psy, Progressive) ist auch relativ gängig mal auf 9 Minuten zu kommen und das finde ich auch voll okay, solange man genügend Ideen hat
Für eine Mainstreamproduktion sollte man jedoch maximal 5 Minuten für verwenden (Außer Extended Mix), wenn man jedoch heer nerdy unterwegs ist und genug Ideen hat, dann finde ich eine länge bis 9 Minuten je nach Genre voll okay.  

17.02. 2020
12:28
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Forest Puppy
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 6531

 track länge ist wie musik an sich

person a findet 9 minuten monotonen tech house geil und person b empfindet genau das gegenteil

finde die frage um ehrlich zu sein ziemlich dumm

das ist als würde man fragen, welche noten und welche synths richtig, oder falsch sind

17.02. 2020
12:45
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GitKlar
sp_UserOnlineSmall Online
Ansehen: 16569

@Forest Puppy  sagt
das ist als würde man fragen, welche noten und welche synths richtig, oder falsch sind  

Das würd ich wieder nicht unterstreichen.

Falsche Noten und deplatzierte Sounds sind sachliche Dinge, die man in nem Track ausfindig machen kann. Das Ding ist halt nur, dass man auf solche Sachen als Produzent auch erst durch Trial & Error stößt, und als Hörer mit dem subjektiven Empfinden entscheidet.

Im Großen & Ganzen scheinen wir uns ja aber einig zu sein, dass die Länge eines Tracks nicht entscheidend ist, und man nicht jede Musik mit jeder anderen vergleichen kann.

Mit Soundtracks könnt ich auch noch ein Extrembeispiel in die Runde werfen. Da gibts Jingles, die keine 10 sec. gehen können, und dann darf ne Schlachtszene auch mal über 10 min. lang gehen.

@Justonemore  sagt
Aber man kann nicht sagen, je länger ein Musikstück, umso... Das geht nicht.

Wie du zu dem Schluss gekommen bist, würd mich allerdings nochmal interessieren.

17.02. 2020
12:51
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I11ax
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 1634

@Forest Puppy  sagt
 ...das ist als würde man fragen, welche noten und welche synths richtig, oder falsch sind  

Genau! U-he Zebra -> falsch. Sylenth1 -> richtig. Es gibt andere Meinungen, aber nur eine Wahrheit! (Ich hab gerade meinen ideologischen Montag)

Wenn es auf die Länge ankommt: 

3 Min -> Radioedit; 7 Min -> Clubmix (damit DJ Zeit hat sich am Kopf zu kratzen); 3 Stunden -> Oper oder Tomorrowland 

17.02. 2020
15:41
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I11ax
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 1634

@GitKlar  sagt

Falsche Noten und deplatzierte Sounds sind sachliche Dinge, die man in nem Track ausfindig machen kann. 

Ja, solange man sich in einem bestimmten System bewegt gibt es Noten, die basierend auf dem was vorher gekommen ist als falsch bezeichnet werden müssen. Genauso mit Sounddesign und Gesamtlänge. Das hatte ich mit meinem vorgerigen Post gemeint. Es gibt Längen die für bestimmte Zwecke geeignet oder ungeeignet sind. Ich kann allerdings auch den Startpost hier nachvollziehen. Vielleicht ist es die unglaubliche Masse an Songs heutzutage die mich als Hörer schnell Langeweile entwickeln lässt. Ich brauche in längeren Songs massive Wechsel um dabei zu bleiben, es sei denn das Grundmotiv ist extrem gut. Aber vermutlich ist das auch der Grund warum tausende Songs null Euro einspielen und einer dann Millionen (ähnlich mit Klicks).

Weiter oben hatte GitKlar erwähnt, dass das Rezensionen hier selten auf das Songwriting eingehen. Das ist auch sehr schwierig denn wenn die formalen Dinge passen dann ist der Rest schwer in klare Regeln zu packen, auch wenn irgendwie jeder von uns weiß ob ihm was gefällt und darüber hinaus große Menschengruppen oft einen großen Konsens haben was gut ist. Es gab schon Ansätze diese sehr komplexen Regeln für Massengeschmack durch computerisiertes lernen zu erfassen. (Natürlich gibt es auch dafür bekannte grundlegende Regeln als Ramenbedingungen)

17.02. 2020
17:45
Moderator
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Plexis
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 5816

Ich finde ein Track kann nur eine "falsche" Länge haben, wenn sie künstlich verändert wird, um irgendwelchen Ansprüchen zu genügen. Z.B.:

  • Künstlich verkürzen, damit der Track radiotauglich ist
  • Den Aufbau verändern, um mehr Chancen mit Algorithmen von z.B. Spotify zu haben
  • Verlängern, weil z.B. das Label sagt, dass Techno-Tracks nun mal über 7 Minuten dauern und darunter kein Release in Frage kommt. 

Solange die Länge "natürlich" entsteht, also wie vom Künstler ursprünglich gedacht, ist es immer die richtige Länge zwinker

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GitKlar
17.02. 2020
18:26
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Justonemore
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Ansehen: 29604
14sp_Permalink

@GitKlar  sagt

@Justonemore  sagt
Aber man kann nicht sagen, je länger ein Musikstück, umso... Das geht nicht.

Wie du zu dem Schluss gekommen bist, würd mich allerdings nochmal interessieren.  

Okay ja das könnte ich etwas unklar formuliert haben. Ich möchte damit unterstreichen, dass es sowas wie "Spiellänge" in der Kunst nur in der Musik und im Film/Theater gibt. Und dieses Problem der Spiellänge ist total anders als z.B. unterschiedliche Leinwandgrössen, die Grösse von Steinfiguren, die Farbpallette, die Kontraste etc. Es ist eigentlich eine relativ spezielle Eigenschaft der Kunst. Ein Kontrastwert kann man relativ klar definieren - da gibt es auch sowas wie richtig/falsch. Eine Leinwandgrösse ist auch klar festlegbar - z.B. soll sie nur so gross sein, wie die Wand, an der das Bild hängt. Aber wie legt man eine Musiklänge fest? Im Film/Theater ist die Spiellänge teilweise an die Handlung gebunden. Warum ist Herr der Ringe 3 fast vier Stunden lang? Ja weil am Ende der Ring zerstört ist. Ende und aus.

Ist es jetzt klar geworden, was ich damit meine? Die Spieldauer ist eine spezielle Sache. Und sie hat eben - nicht wie einige behaupten - sehr wohl einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung eines Musikstücks. Oder sieht das wer komplett anders?

17.02. 2020
18:35
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Forest Puppy
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 6531
15sp_Permalink

@Justonemore  sagt

Okay ja das könnte ich etwas unklar formuliert haben. Ich möchte damit unterstreichen, dass es sowas wie "Spiellänge" in der Kunst nur in der Musik und im Film/Theater gibt. Und dieses Problem der Spiellänge ist total anders als z.B. unterschiedliche Leinwandgrössen, die Grösse von Steinfiguren, die Farbpallette, die Kontraste etc. Es ist eigentlich eine relativ spezielle Eigenschaft der Kunst. Ein Kontrastwert kann man relativ klar definieren - da gibt es auch sowas wie richtig/falsch. Eine Leinwandgrösse ist auch klar festlegbar - z.B. soll sie nur so gross sein, wie die Wand, an der das Bild hängt. Aber wie legt man eine Musiklänge fest? Im Film/Theater ist die Spiellänge teilweise an die Handlung gebunden. Warum ist Herr der Ringe 3 fast vier Stunden lang? Ja weil am Ende der Ring zerstört ist. Ende und aus.

Ist es jetzt klar geworden, was ich damit meine? Die Spieldauer ist eine spezielle Sache. Und sie hat eben - nicht wie einige behaupten - sehr wohl einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung eines Musikstücks. Oder sieht das wer komplett anders?  

kann man dann nicht auch einfach sagen, das musikstück ist zu ende, wenn der/ die künstler/in seine/ ihre geschichte zu ende erzählt/ geschrieben hat?

klar gibt es idioten die ihren track künstlich strecken, oder kürzen um iwo reinzupassen, aber wenn man sowas außen vorlässt gibt es einfach kein richtig oder falsch

17.02. 2020
18:38
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604
16sp_Permalink

@Leon Rodt  sagt

 Wann ist ein Track zu lang und wann ist eine Track-Länge passend?

Bitte nimm mir das nicht krumm, aber das ist ungefähr so sinnvoll, wie zu fragen; "Wann ist ein Track zu schnell?" 

 

Das mit dem Tracktempo fände ich aber auch eine spannende Frage.. zunge

@Forest Puppy  sagt
finde die frage um ehrlich zu sein ziemlich dumm

Oke. Schade.

Und warum reagieren so viele so emotional? Die Frage ist also dumm? Ihr macht es euch ja ziemlich einfach. Und die Tracklänge ist einfach "künstlerische Freiheit"? Wirklich, das ist die abschliessende Antwort?

Dem möchte ich widersprechen. Ein Track kann doch zu kurz oder zu lang sein? Also er wäre besser gewesen, wenn er länger bzw. kürzer ist. Oder warum sind eure Tracks nie 25 Minuten lang? Ist das einfach ein Zufall der künstlerischen Freiheit?

Ich denke, viele haben mich etwas missverstanden. Ich hatte eigentlich aus der Songwriter-Perspektive gefragt und ich wollte wissen, ab wann ihr merkt, dass der Track jetzt an seinem Ende sein sollte. Für mich ist klar: Immer lieber zu kurz als zu lang.

Ich mache mal einige Vorschläge, welche Indize ich so beobachte, welche die Tracklänge beeinflussen:

- maximal 2 identlische Drops oder identische Refrains. Ein dritter lässt den Track unkreativ und langweilig erscheinen

- kurze Melodien (2 bis 8 Takte) vielleicht eher in kurze Tracks packen, längere (+16 Takte) eher länger. Ansonsten wirken besonders kurze Melodien schnell langweilig.

- ruhigere, unaufgeregte Tracks gerne etwas länger

- hektische, aufgeregte Tracks nicht zu lange, weil das sehr ermüdend wirken kann

Ist es jetzt eher klar geworden, auf was meine Frage so abzielt? Wie merkt ihr, wenn der Track seine Zeit erreicht hat? Ist das einfach Bauchgefühl? Was macht ihr, wenn sich euer Track nach genau 2 Minuten komplett fertig anhört? Trotzdem weiterproduzieren?

Und können mir die Leute, welche so emotional reagiert haben, erklären, warum sie dieses Thema so triggert? Das würde mich sehr interessieren. Ist es die kürzerwerdende Tracklänge der Charts-Lieder? Warum fühlen sich einige fast schon ein bisschen "verspottet" von meiner Aussage?

17.02. 2020
18:40
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Justonemore
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17sp_Permalink

@Forest Puppy  sagt

kann man dann nicht auch einfach sagen, das musikstück ist zu ende, wenn der/ die künstler/in seine/ ihre geschichte zu ende erzählt/ geschrieben hat?

Ja schon. Aber darauf zielt die Frage nicht ab. Dann brauchen wir alle ja niemehr Tracks von anderen raten. Dann kannst du nämlich immer sagen: Klingt ja nicht schlecht, klingt einfach so, wie der Künstler es gewollt hat. Reine Freiheit.

17.02. 2020
18:52
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Forest Puppy
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 6531
18sp_Permalink

@Justonemore  sagt

@Forest Puppy  sagt
kann man dann nicht auch einfach sagen, das musikstück ist zu ende, wenn der/ die künstler/in seine/ ihre geschichte zu ende erzählt/ geschrieben hat?

Ja schon. Aber darauf zielt die Frage nicht ab. Dann brauchen wir alle ja niemehr Tracks von anderen raten. Dann kannst du nämlich immer sagen: Klingt ja nicht schlecht, klingt einfach so, wie der Künstler es gewollt hat. Reine Freiheit.  

hä? du machst es dir doch genauso einfach(?)

und ja, im grunde ist es genau so. tracklängen sind subjektiv

und tracks raten ist ab einem bestimmten punkt auch ziemlich sinnlos.

ich meine würdest du jetzt zu alon mor gehen und ihm sagen, dein track ist da und da aber falsch, die noten dort mag ich nicht und zu kurz/ lang ist er mir auch?

und ja, musik ist in jedem fall emotional, selbst wenn es um kleinigkeiten wie tracklängen geht

man kann kaum objektiv über etwas urteilen, was zu einem großen teil subjektiv ist.

wenn du denkst, tracks sollten lieber zu kurz als zu lang sein, okay, dann ist das so, aber hier rumzudiskutieren, ob es eine allgemeingültige antwort auf diese frage gibt ist meiner meinung zeitverschwendung, weil am ende eh jeder eine eigene vorstellung von richtig und falsch hat.

für mich ist das thema damit auch abgehakt

17.02. 2020
19:33
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Trancer One
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 4477
19sp_Permalink

Es kommt genau auf 2 Dinge an, Professionell produzieren oder Hobby mäßig. Wenn ich professionell produzieren möchte, ist die Spielzeit ultra wichtig. Dann muss ich immer die Erwartungshaltung der Hörer im Auge behalten, eine Radio Edit ist pflicht, 3 Min, in diesen 3 Minuten muss der ganze Track abgefrühstückt sein, raus faden kann der Moderator immer noch, aber in den 3 Minuten muss alles da gewesen sein. Im Hobby Keller ist ALLES erlaubt ;) 

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I11ax, Leon Rodt
17.02. 2020
20:37
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Veevee Smollfox
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 30751
20sp_Permalink

Ich sehe zwar nicht, wo irgendwelche antworten 'emotional' sind, aber ich kann mir vorstellen, dass es an deiner elitären Einstellung liegt. Die Idee von richtiger und falscher Musik ist extrem grenzwertig, auch wenn es hier nur quantisiert um die Tracklänge geht (oder ein bisschen offtopic um *richtige/falsche n* Noten). Das ist etwas, was mich wirklich triggert und wohl auch beleidigend aufgefasst werden kann.
Viele haben dir jetzt ihre Antworten gegeben, wenn du dann doch beharrst, dass es irgendwas gibt, was da doch sein soll zu quantisieren, dann kommt das mehr so vor als ob du Bestätigung für deine Ansicht suchst. Künstler*in entscheidet. Wann, wie und woher ist unbekannt und unrelevant.

Die folgenden Nutzer bedanken sich bei Veevee Smollfox für diesen Beitrag::

Leon Rodt
Keine Berechtigung einen Beitrag zu erstellen

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Zurzeit Online: Marcel Vertigo, Faginator9000, GitKlar
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