Die richtige Track -Länge | Seite 2 | Music Talk

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Die richtige Track -Länge
17.02. 2020
21:30
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604
21sp_Permalink

@Veevee  sagt
Ich sehe zwar nicht, wo irgendwelche antworten 'emotional' sind, aber ich kann mir vorstellen, dass es an deiner elitären Einstellung liegt. Die Idee von richtiger und falscher Musik ist extrem grenzwertig, auch wenn es hier nur quantisiert um die Tracklänge geht (oder ein bisschen offtopic um *richtige/falsche n* Noten). Das ist etwas, was mich wirklich triggert und wohl auch beleidigend aufgefasst werden kann.

Wow, ganz ruhig. Ist ja gut. Ich sag nichts mehr. Das ist ja mal schnell eskaliert hier..

18.02. 2020
04:20
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GitKlar
sp_UserOnlineSmall Online
Ansehen: 16569
22sp_Permalink

Puh, erstmal wieder: Ruhig Blut und tief durchatmen in die Runde! Tut ja echt weh, manches hier zu lesen...

Also nochmal völlig unprofessionell zusammengefasst:

@Justonemore  sagt
Ein Track kann doch zu kurz oder zu lang sein?

Ja. Und das kannst du auch gerne im Rating und als Kritik unter einem Track zum Ausdruck bringen. Du musst aber auch respektieren und berücksichtigen können, dass nicht jeder bei seinen Tracks die Arrangements & Verläufe von Pop-Ikonen im Hinterkopf hat, allein schon, weil es nichtmal zwingend die Intention des Künstlers ist, ein solches Feuerwerk abzuschießen. Die Intention eines Künstlers ist vollkommen unabhängig von den Erwartungen, geschweige denn Vorgaben des Hörers, und das wirst du auch auf keinem Wege durchgesetzt kriegen. Da kannst du auch Vorschriften zum Aufbau eines Tracks ansetzen, wie du willst, es wird nicht funktionieren.

Darüber hinaus ist es äußerst fragwürdig, für das Songwriting von futorial-User A/B Tracks von den Künstlern X/Y/Z als absoluten Maßstab zu nehmen, denn die Messlatte könnte man dann auch wieder höher ansetzen. Dann könnt ich auch sagen, wir müssten alle Musik machen wie z.B. Stravinsky, Strauss, oder Rachmaninov. Dagegen wiederum wär das Songwriting in Stairway to Heaven oder Thriller ein Klacks, sowohl von der Komposition, als auch von der Länge her. Das würd mir hier aber äußerst wenig bringen, mit derart hohen Ansprüchen im Forum unterwegs zu sein, da diese hier kaum einer erfüllen könnte, und ich dann mit meiner Kritik mal glatt 90% und mehr aller Tracks, die hier geposted werden, komplett verfehlen würde, weil es einfach deren Intention und den Rahmen völlig sprengen würde. Und selbst wenn wir hier knapp 10.000 Igorrr-Klone wären, dann würdes auch seinen Charme auf Dauer wieder verlieren.

Also nochmal, du kannst gerne sagen, dass dir ein Track zu kurz oder zu lang vorkommt, und auch die Gründe dafür darlegen. Du musst aber auch das respektieren und berücksichtigen können, was der Track sein will, und nicht das, was du anhand von einem Katalog aus selbsterstellten Kriterien von einem Track erwartest. Und nicht jeder Track hat den Anspruch, ein Feuerwerk abzuschießen wie Stairway to Heaven oder Thriller, egal, ob er 3 min. geht oder 9, oder was für einem Genre er angehört etc., etc.

Ich wiederhol mich, es tut mir leid, aber ich hoff, dir wird klar, warum dein Standpunkt hier bisher auf scharfe Kritik stößt, und was für Konsequenzen deine Herangehensweise soweit andernfalls hätte. Versuch einfach bei jedem Track, den du im Rating hörst, erst den Zweck eines Tracks zu erfassen, und darauf basierend deine Argumentation aufzubauen. Meine Erwartungen z.B. an nem Techno-Track sind auch nicht dieselben wie die bei nem Pop-Song.

@Justonemore  sagt
Und die Tracklänge ist einfach "künstlerische Freiheit"?

Ja, denn der Künstler legt sie fest. Bzw. ich bin mir sicher, dass sich die Wenigsten (auch die Ganz Großen) überhaupt nen Kopf drum gemacht haben, sie ergibt sich einfach, und da ist auch erstmal nix gegen zu sagen. Ob und wie sie auf dich wirkt, ist ne andere Sache, aber dafür s.o. Und btw, künstlerische Freiheiten gibt es schon seit Jahrhunderten in der Musik in allen Bereichen. Auch zu Zeiten, wo Musik noch viel strenger reglementiert war, als heute (z.B. Barock o. Klassik). Sei es durch den Aufbau eines Stücks, dem Arrangement, der Rhythmik, der Harmonik, der Notenführung einer Melodie, oder eben auch der Länge des Stückes selbst, und damit ist das als eine (vllt. nicht die, aber auf jedenfall eine) abschließende Antwort berechtigt.

Mein Fazit: Ich hoff, es war jetzt nicht allzu vernichtend für dich. Wenn du (aktuell) auf besonders kompakte, eventreiche Musik aus bist, dann ist es zwar dein Interesse, aber das heißt nicht, dass jede Musik diesem Prinzip folgen, oder gar angepasst sein muss. Und wenn du mal wieder auf so nen Fall stößt, fahr deine Erwartungen doch einfach mal auf 0 zurück und versuch dir bewusst zu werden, was dir die Musik sagen will. Keine Garantie, dass es (immer) funktionieren wird, aber evtl. kannst du dir so einen Zugang zu Musik bzw. den Macharten derer verschaffen, wo du es bisher noch nicht konntest.

Ich wiederhol mich abermals. Wird Zeit, nen Punkt zu setzen, und das mach ich jetzt auch.

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PKNeer, Xenofish
18.02. 2020
08:02
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Ghostwalker
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 261

In der Kunst ist doch fast alles erlaubt, das ist ja das schöne daran...es gibt keine speziellen Regeln oder Statuten außer man ist daruf bedacht bestimmte Richtungen einzuhalten, so entwickelt man meiner Nmeinung jedoch nicht seinen eiegnen Stil und darauf kommt es für mich in der Kunst an . So lange der Künstler doch spaß dabei hat kann er machen was er will, außer er schadet jemand anderen damit , man muß sich die einzelnen Projekte ja nicht bis zum Ende anhören.  

18.02. 2020
11:01
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604

@GitKlar  sagt

Puh, erstmal wieder: Ruhig Blut und tief durchatmen in die Runde! Tut ja echt weh, manches hier zu lesen...  

Alles gut. Habe das auch ausserhalb des Forums mit Veevee klären können. Scheinbar gab es ein Missverständnis und man hätte aufgrund meiner etwas provokanten Formulierung zum Schluss kommen können, dass ich die langen Tracks der Musiker hier im Forum diffamieren würde. Und offenbar haben das auch einige Kommentarschreiber so aufgefasst. Schade auch, dass nicht meine Frage, sondern primär meine eigene Meinung im Fokus gestanden hat. Ich persönlich achte darauf, dass ein Track eher kürzer als länger dauert, sofern ich vor der Entscheidung stehe. Diesen Punkt konnte man zudem wohl so auffassen, dass ich von absoluten Tracklängen spreche - also dass ich quasi alles über 3 Minuten schlecht finde oder gar verbiete.

Abseits vom Thema möchte ich erwähnen, dass ich von einzelnen Kommentarschreibern über deren Diskussionskultur enttäuscht bin. Wenn ihr eine Frage dumm findet, dann haltet euch doch aus der Diskussion raus? Aber dass man das explizit sagen muss und noch hinzufügen muss, dass es "Zeitverschwendung sei, diese Frage zu diskutieren" und die Diskussion quasi im Keim erstickt, finde ich leider wirklich unter dem Niveau, was ich mir von Futorial eigentlich gewohnt bin. Auch, dass man die Meinung anderer als "elitär und grenzwertig" bezeichnet, anstatt an der Diskussion teilzunehmen, finde unnötig. Bitte achtet doch in Zukunft auf einen angebrachteren Umgang miteinander. Auch im neuen Track von TrancerOne habe ich wieder Bemerkungen gelesen, die ich eigentlich unter aller Sau finde. Und ein grosses Dankeschön an diejenigen - allen voran Gitklar - die korrekt und anständig an der Diskussion beteiligt sind. Ich denke, jeder einzelne weiss selbst, ob er betroffen ist.

19.02. 2020
07:57
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I11ax
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 1634

Von arg emotionalen Disskusionen sollte man sich wohl fernhalten. 

19.02. 2020
12:43
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Ghostwalker
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 261
26sp_Permalink

Ein kleiner link wie kunstvoll doch einfache Sequenzen über einen langen Zeitraum gestaltet werden können.

21.02. 2020
08:43
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604

@Ghostwalker Ok Live-Aufnahmen sind natürlich ganz klar im Vorteil. Man muss aber auch sagen, dass hier die visuelle Komponente wesentlich zum "Unterhaltungs-Faktor" beiträgt. Wenn das eine reine Audio-Datei wäre, bin ich überzeugt, dass dieser Faktor wesentlich tiefer wäre.

Ich geb doch gleich mal ein Gegenbeispiel. Ich finde den Worakls Remix von "N'to - Trauma" genial. Aber ich habe den wohl noch nie ganz durchgehört. Weil ab ca. 4.00 Minuten verfällt der Track in totale Monotonie.

Generell denke ich, dass das psychisch bei uns mehr ausmacht, als wir denken. Wenn ein Track zu früh fertig ist, wollen wir ihn nochmals hören. Generell finde ich, dass das Ende eines Tracks dem Hörer Fragen aufkommen lässt. Der Hörer fragt sich - unbewusst - wie er ihn gefunden hat. Nicht? Dieses abschliessende Urteil fällt doch genau am Ende. Dann muss der Hörer entscheiden. Nochmals hören? In eine Playlist packen? Einem Freund zeigen?

Und genau da setzt der Faktor Track-Länge ein. Der gezeigte Worakls-Remix ist bei mir so ein Fall. Ich würde den nie in eine Playlist packen, weil ich den immer gleichen Loop niemals 10 Minuten lang hören würde. Auch habe ich den Track komplett monoton und langweilig in Erinnerung. Dabei wäre die Melodie sehr episch und packend. Aber er ist gefühlt 6 Minuten zu lang.

Daher mein Fazit: Die Träck-Länge kann einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung eines Musik-Stücks haben.

Ich hoffe, jetzt ist es etwas deutlicher geworden, worauf ich hinaus will? Jetzt sollte die Antwort "Künstlerische Freiheit" auch nicht mehr zielführend sein.

21.02. 2020
09:35
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GitKlar
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Ansehen: 16569
28sp_Permalink

@Justonemore ganz einfach.

Die Tatsache, dass du einen 10 min.-Loop nicht komplett durchhören kannst, spricht in erster Linie dafür, dass du es nicht gewohnt ist, dich darauf einzulassen. Nur weil dir es so geht, muss es aber noch lange nicht jedem so gehen. Und offensichtlich hast du auch anhand des Beispiels nicht ganz verstanden, was Monotonie in nem Track für ne (gewollte) Wirkung auf den Hörer haben kann. Denn abgesehen davon passiert im Worakls-Track die ganze Zeit was, nur auf ner anderen Art und Weise, wie z.B. bei den 80s Pop-Songs. Die Chord-Progression bleibt immer dieselbe, ja, aber drum herum verändert sich das Arrangement die ganzen 10 min. über, und das macht den Track aus.

@Justonemore  sagt
Daher mein Fazit: Die Träck-Länge kann einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung eines Musik-Stücks haben. 

Ja. Hast du hiermit zweifelsfrei bewiesen. Nur bleiben subjektive Wahrnehmungen subjektive Wahrnehmungen. Und da jeder Musik anders hören möchte, haben alle Tracks in allen Längen auch ihre Daseinsberechtigung. Und Monotonie grundsätzlich als was Schlechtes darzustellen, ist ebenfalls keine haltbare Aussage.

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AlphaEimer, Veevee Smollfox, Xenofish, kacktusman
21.02. 2020
10:06
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Justonemore
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 29604
29sp_Permalink

@GitKlar  sagt
 Denn abgesehen davon passiert im Worakls-Track die ganze Zeit was, nur auf ner anderen Art und Weise, wie z.B. bei den 80s Pop-Songs.

Krass, wie sich die Wahrnemung von verschiedenen Menschen unterscheidet. happy

Ich finde das total spannend. Über den gleichen Track kann einer sagen, dass nichts passiert, und ein anderer, dass die ganze Zeit was passiert. Ist echt total interessant. Wenn ich darüber nachdenke, gibt das mir auch wieder eine völlig andere Perspektive. ;-)

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GitKlar
22.02. 2020
21:47
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I11ax
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 1634
30sp_Permalink

Der Worakls-Track ist echt stark. 10 Min. nur mit Sound und ohne vocals zu unterhalten ist echt eine starke Leistung. Kann nicht Jeder.

24.02. 2020
21:30
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Axander
sp_UserOfflineSmall Offline
Ansehen: 787
31sp_Permalink

Ist echt keine leichte Frage. Mit einem 3-Minuten-Track (Intro und Outro mal ausgeklammert) kann natürlich schon alles gesagt sein. Und wenn Songs kurz und knackig sind, und trotzdem spannend, hab ich nix dagegen. Bei mir hat sich durch Progressive und Minimal House meine Hörgewohnheit dahingehend sehr gewandelt. Ich hab absolut nichts mehr gegen einen Track, der länger als 8 Minuten geht.

Hier mal ein Paradebeispiel vom (für mich) King of Progressive House: Deadmau5. Der Track ist in dieser Version keine Minute zu lang für mich und wird auch (trotz starken Samplings) in meinen Ohren nicht langweilig. Und gerade durch die Länge kommt diese einzigartige Atmosphäre zustande.

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GitKlar, Xenofish
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