FL Studio Basics

In den FL Studio Basics Tutorials lernst du die ersten Schritte in FL Studio. Welche Versionen gibt es? Was musst du bei der Installation beachten? Welche Fenster und Funktionen gibt es?

Links

FL Studio Basics Produktlinks:
Studio 12 Producer Edition *
FL Studio 12 Signature Bundle Edition *
M-Audio Keystation 61 Mk II *

zu FL Studio Basics passende Videos / Inhalte:
FL Studio 12 Template
FL Studio Mixdown Template (Split Ducking)
Sample Packs

// Transkript FL Studio Basics

Einleitung

Herzlich Willkommen bei Futorial deinem Youtube Kanal, deiner Website und deiner Community rund um Musikproduktionen. Mein Name ist Sinan Kurtulus, ich bin Musik und Filmproduzent, Ingenieur für Medientechnik und dein Lehrer in den kommenden Videos. In der FL Studio Basics Tutorial Reihe erkläre ich dir die Grundfunktionen von FL Studio und helfe dir dich zurecht zu finden. Wenn du mehr wissen willst und in die absoluten Tiefen der digitalen Klangbearbeitung einsteigen möchtest, dann wirst du auf futorial.de sicher fündig. Doch jetzt fangen wir erstmal ganz am Anfang an. FL Studio ist eine DAW (Digital Audio Workstation) welche von der belgischen Firma Image Line vertrieben wird. Früher gab es FL Studio nur als reinen digitalen Download, mittlerweile kann man auch eine schicke Boxed-Version bestellen. Das praktische an FL Studio ist, man lädt immer die komplette Vollversion runter. Hat man noch keine Lizenz erworben befindet sich FL Studio im Demo Modus mit sehr eingeschränktem Funktionsumfang. Beim Kauf von FL Studio muss man sich dann zwischen drei Versionen entscheiden. Es gibt die Fruity und Producer Edition, sowie das Signature Bundle. Auch wenn letztgenanntes teurer ist, würde ich immer zum Signature Bundle tendieren, da man hier ein umfangreiches Paket inklusive einiger sehr brauchbaren VST Plugins bekommt. Dank der lebenslangen Updategarantie wird man auch nur einmal zur Kasse gebeten. Darüber hinaus verzichtet FL Studio auf einen komplizierten und nervigen Kopierschutz. Eure erworbene Lizenz wird einfach auf eurem PC und/oder Laptop ausgeführt und schon sind alle Funktionen freigeschaltet. Egal für welche Version ihr euch letztlich entschieden habt. Installiert werden müssen alle und das schauen wir uns im nächsten Abschnitt der FL Studio Basics genauer an!

Installation von FL Studio

FL Studio kannst du einfach auf der image-line Seite herunter laden oder als Boxed-Version bestellen. Du besitzt quasi immer die Vollversion. Mit dem Erwerb einer Lizenz schaltet sich deine Version frei und wird von der DEMO Version zur jeweiligen Edition. Bei der Installation von FL Studio gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zum einen solltest du dir Gedanken darüber machen wo du die VST und VST 2 Ordner platzierst. Diese Ordner sind dafür da um externe VST Plugins in FL Studio zu integrieren. Wenn du gerade keine Ahnung habt wovon ich rede, kein Problem. Das Standard Verzeichnis ist häufig völlig in Ordnung.

Die Update Politik von FL Studio ist vermutlich einmalig. Denn einmal Erworben bekommt man alle neuen FL Studio Versionen kostenlos! An dieser Stelle schon mal einen Tipp für die Zukunft. Handelt es sich nicht um eine Erstinstallation, so sollte man das Häckchen bei Settings auf “Migrate previous version” setzen und nicht “clear settings”. So werden bei der neuen Version alle alten Einstellungen übernommen und der Wechsel zu einer neuen FL Version ist wesentlich komfortabler. In unserem Fall jetzt brauchen wir also nichts zu ändern. Nach der Installations kann es dann auch endlich losgehen.

Erster Start von FL Studio / Audio Settings ASIO Devices

Nachdem wir eben gesehen haben was bei der Installation von FL Studio zu beachten ist, schauen wir uns nun den aller ersten Start von FL Studio an. Dabei lädt FL Studio einen großen Demo Song. In der Regel ist das nicht wirklich hilfreich, weil zunächst ein paar Grundeinstellungen vorgenommen werden sollten. Häufig lässt sich der Demo Song auch noch gar nicht richtig abspielen. Wir ignorieren also den Demo Song und klicken als erstes oben links auf File / New from template / Minimal / und wählen Empty. Nun haben wir das minimale leere Template von FL Studio geladen. Templates sind vorkonfigurierte Projekte. Sie können leer oder auch sehr komplex sein. Auf Futorial.de biete ich dir mehrere Templates an, welche ideal für den Start von Musikproduktionen sind. Den Link findest du in der Video-Beschreibung. Bevor wir irgendeinen Ton erzeugen, sollten wir die Audio Einstellungen überprüfen bzw. einstellen. Dafür klickst du oben auf Options und Audio Settings. Unter Devices können wir nun unsere Soundkarte auswählen. Sofern möglich, solltest du immer ein ASIO Device wählen. Dies entlastet deine CPU und führt in aller Regel zu geringeren Latenzen, also der akustischen Verzögerung zwischen Signalerzeugung und Ausgabe. Je nach Leistung deines PCs und deiner Soundkarte kann es nötig sein die Buffer Länge zu erhöhen oder die Funktion “triple buffer” zu aktivieren. Die Latenz steigt und das Live Einspielen mit Hilfe eines Midi Controllers / Keyboards erschwert sich dadurch, aber Underruns sind unbedingt zu vermeiden. Denn das in Echtzeit Abhören deiner Musikproduktion ist jeder zeit nötig! Falls du eine Mehrkern CPU besitzt, nutze dies und setze hier Häkchen. Wir starten ansonsten erstmal mit den Standardeinstellungen, sollten komplexe Projekte mal ins Stocken geraten, unter Options / Audio Settings findet ihr alle möglichen und nötigen Einstellungen. Falls Ihr einen Midi Controller oder Keyboard verwendet – Im nächsten Video der FL Studio Basics erkläre ich alle nötigen Einstellungen dazu.

Midi Settings in FL Studio

Willkommen zurück bei den FL Studio Basics Tutorials.
Midi steht für Musical Instrument Digital Interface. Damit sind z.B. DJ Controller oder Keyboards gemeint. Früher wurden Midi Controller über einen speziellen Midi Anschluss verbunden, heutzutage geschieht das alles über den USB Standard. Grundsätzlich benötigt man nicht zwingend einen Midi Controller um Musik zu produzieren. Wer allerdings gerne neue Melodien erfindet oder einer freestyle Jam Session nicht abgeneigt ist, dem empfehle ich ein Midi Keyboard. Ich persönlich habe gute Erfahrung mit der M-Audio Key Station 61 es gemacht. Beispiele für geeignete Midi Controller findest du in der Videobeschreibung unter diesem Video. Solltest du schon stolzer Besitzer eines Midi Controllers sein, so musst du diesen in FL Studio noch anmelden. Dazu klickst du einfach auf Options und Midi Settings. Unter Input sollte der verfügbare Midi Controller zu sehen sein welchen du nur noch anklicken und enablen musst. Solltest du ein Keyboard mit Anschlagdynamik besitzen so kannst du hier alle nötigen Velocity Einstellungen vornehmen. Ob FL Studio etwas von deinem Midi Controller empfängt erkennst du daran, dass beim Betätigen des Controllers eine kleine Leuchte anfängt zu blinken. Die detaillierten Midi Einstellungen lassen wir an dieser Stelle weg – wir wollen ja schließlich nur das nötigste Einstellen und möglichst bald mit dem Musik produzieren anfangen! Im nächsten Abschnitt der FL Studio Basics zeige ich dir wie du Musik-Dateien und Samples in deine Bibliothek integrierst.

Die Daten Bibliothek in FL Studio einrichten

FL Studio kommt grundsätzlich mit allem was man für den Start einer Musikproduktion benötigt. Dennoch ist eine gute Sammlung an Drum, Synth und Effekt Sounds enorm hilfreich. Auf Futorial biete ich mehrere Sample Packs an, mit denen man von House, Drum n Bass, Hip Hop bis hin zu Pop alles produzieren kann. Eine bunte Mischung an Kick Drums, Snare Drums, Claps, HiHats uvm. sorgt dafür, dass du sofort einen knackigen Sound zur Stelle hast. Alle Links zu den Sample Packs von mir findest du wie immer unten in der Videobeschreibung. Solltest du also schon diverse Sounds und Sample Packs auf deiner Festplatte sortiert haben, so gilt es FL Studio diesen Speicher Ort noch mitzuteilen. Dazu klickst du einfach auf Options und File Settings. Unter Browser Extra Search Folders gibst du nun den besagten Pfad einfach an. Es lohnt sich jedes einzelne Sample Pack anzugeben und nicht nur den gemeinsamen Überordner. Dadurch hast du immer schnellen und präzisen Zugriff auf deine Daten. Wenn wir File Settings schon mal geöffnet haben, so kannst du ganz oben bei Auto Save das Speicherintervall auf frequently stellen. Sollte FL Studio mal abstürzen, dürfte der letzte Speicherpunkt nicht mehr weit entfernt liegen. Wenn wir die Settings geschlossen haben, sollte im Browser auf der linken Seite die neu hinzugefügten Ordner entstanden sein. Bald haben wir es geschafft und FL Studio ist fertig konfiguriert. Jetzt erkläre ich dir wie man externe VST Plugins in FL Studio einbindet.

VST Plugins in FL Studio einbinden

VST steht für Virtual Studio Technology. Damit sind software Synthesizer oder Effekte gemeint. Sie werden als externe Plugins in die DAW, in unserem Fall FL Studio geladen. In aller Regel handelt es sich dabei um software Synthesizer oder Effekte wie Hall, Echo, Chorus usw. VST Plugins gibt es millionenfach im Netz, von simpel bis komplex von kostenlos bis exorbitant teuer ist alles dabei. Im einfachsten Fall entscheidet man sich für einen kostenlosen Effekt, welcher als .dll Datei heruntergeladen wird. Ihr erinnert euch an den VST und VST2 Speicherort bei der Installation von FL Studio? Genau dort muss diese dll Datei reinkopiert werden. Ist der Synthesizer oder Effekt nicht nur eine dll Datei sondern eine eigene Installation, so muss beim Installieren der richtige VST Ordner ausgewählt werden. 32-Bit Plugins kommen in den VST Ordner, 64-Bit Plugins in den VST2 Ordner. Hast du das erledigt, machen wir FL Studio und die dll Datei miteinander bekannt. Dazu klickst du erneut auf Options und File Settings. Unter Plugins klickst du nun auf Manage Plugins. Beim ersten Start poppt eine Meldung inklusive einer Erklärung auf. Im Hauptfenster sind nun aufgelistet alle FL Studio internen VST Plugins inklusive Beschreibung. Um unser neues Plugin zu finden, klickst du oben links auf Start Scan. Wenn Verify Plugins aktiviert ist, wird das Plugin auch direkt geprüft. Bei sehr vielen Plugins im VST Ordner kann dies sehr viel Zeit kosten und im Falle von instabilen Plugins auch mal zu Abstürzen führen. In unserem Fall jetzt sollte Verify Plugins keinerlei Probleme verursachen. FL Studio hat nun unser Plugin gefunden und in der Liste mit aufgeführt. Nach einem Klick auf das Plugin wählen wir auf der linken Seite Plugin aus. Nun teilen wir FL Studio noch mit ob es sich um ein Synth oder einen Effekt handelt. Um eine saubere Sortierung der externen Plugins zu gewährleisten schreiben wir unter “Category” noch die zugehörige Gruppe. Mit Apply Changes bestätigen wir die Änderungen und können anschließend den Plugin Manager schließen. Unser 1. externes VST Plugin ist je nach dem nun als Synth oder Effekt wählbar. In unserem Beispiel haben wir nun einen externen VST Hall als “Effect” in die Kategorie Delay reverb hinzugefügt. Im nächsten Video der FL Studio Basics zeige ich dir die Basis Fenster von FL Studio.

Die Basisfenster von FL Studio

Herzlich Willkommen zurück bei den FL Studio Basics. Nachdem wir jetzt ein Schnell Setup durchgeführt haben, wollen wir uns etwas zurecht finden. In FL Studio gibt es mehrere Fenster die für uns extrem wichtig sind. Ein und Ausblenden kannst du diese am einfachsten an den Schaltflächen welche du oben mittig angeordnet findest.

Playlist

Der Reihe nach: Das erste Symbol ist unsere Playlist. In der Playlist wird quasi der Song aufgebaut. Dabei bildet die horizontale Achse die Zeit ab. D.h. links beginnt dein Song und rechts endet er. Objekte werden nacheinander von links nach rechts abgespielt. Wie schnell das geschieht, entscheidet das Tempo des Liedes. Auf der vertikalen Achse können wir bis zu 199 Objekte parallel übereinander anordnen. Wobei FL Studio es auch erlaubt mehrere Objekte auf einer Spur zu platzieren. Da dies schnell unübersichtlich werden kann, empfiehlt es sich zunächst jedem Objekt eine eigene Spur zu geben. Wenn du ganz konsequent bist, kannst du die Spur auch direkt benennen. Einfach Rechte Maustaste auf die jeweilige Spur und “rename, color and icon” auswählen. Dies erhöht die Übersichtlichkeit und ich garantiere dir, je komplexer deine Lieder werden, desto wichtiger wird dieser Punkt. Die Playlist bietet viele Optionen der Navigation. Quasi jede Maustaste ist belegt, inklusive der Mausradtaste. Für eine stressfreie Bedienung empfiehlt es sich eine gute Maus mit ausreichend vielen Tasten zu verwenden. Eine Funktion die ich sehr gerne nutze, möchte ich dir direkt zu Beginn zeigen. Unter dem Dreieck und Select kannst du das Magic Lasso aktivieren. Nun ist es möglich mit dem Umkreisen von Objekten diese auszuwählen. Einmal daran gewöhnt, möchte man dies nicht mehr missen.

Channel Rack

Der nächste Button ist dein Channel Rack. Hier werden alle Synthesizer, Samples und Audio Clips aufgelistet welche in deinem Projekt vorkommen. Dazu gesellen sich später noch Automation Clips. Bevor es aber zu verwirrend wird. Nehmen wir dies an dieser Stelle erstmal nur hin und kümmern uns später noch mal darum. Ebenso die nächste Schaltfläche, das Piano Roll Fenster. Wir können es Ein und Ausschalten und mehr machen wir an dieser Stelle auch nicht.

Browser

Der nächste Knopf blendet den Browser auf der linken Seite ein oder aus. Hier findest du z.B. deine zuvor konfigurierten Speicherorte in denen sich deine Samples befinden.

Mixer

Nun kommen wir zum wichtigsten Fenster, wenn es darum geht deinen Song abzumischen. Dem Mixer. Alle klangerzeugenden Geräte, wie Synthesizer, Samples und Audio Clips können auf einen der 99 Effektkanäle geroutet werden. Merke dir direkt. Jedes Element was in deinem Song zu hören ist, soll auf einen Effektkanal geroutet sein. Du kannst ruhig mehrere Elemente auf einen bestimmten Kanal routen. Wichtig ist nur, dass kein Sampler oder Synthesizer direkt auf dem Master Kanal liegt, sondern wie gesagt immer erst über einen der 99 Effektkanäle zum Master führt. Die restlichen drei Schaltflächen ignorieren wir an der Stelle und fangen im folgenden Abschnitt endlich damit an einen Ton zu erzeugen.

Mein erster Sound

Lange hast du darauf gewartet, nun endlich wollen wir FL Studio dazu bringen einen Ton von sich zu geben. Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten ein Audiosignal zu erzeugen. 1. Mit Hilfe eines Synthesizer. D.h. einem Plugin welche eine Schwingung und somit ein Audiosignal erzeugt. Oder 2. mit Hilfe von Samples, also Audiodateien.

Samples

Der einfachste Weg FL Studio erklingen zu lassen, ist es fertige Audio Samples ganz einfach in die Playlist zu ziehen. Wir wählen in unserem Browser also einen Sound unserer Wahl und ziehen ihn in die Playlist. Im Channel Rack ist nun ein Audio Clip entstanden. Diesen Clip können wir jetzt an einer beliebigen Stelle in unserer Playlist positionieren. Das Sample wird nun an der eingestellten Position abgespielt. Die Werkzeuge in unserer Playlist helfen uns nun das Sample zu bearbeiten. Wir können es beliebig häufig duplizieren. Wir können es cutten, also abschneiden, stumm schalten, markieren und wieder löschen. Ist der Fokus auf Audio Clips gestellt und “Stretch” aktiv, können wir das Sample in der Länge verändern.

In unserem Channel Rack sehen wir den Audio Clip. Wie ich zuvor erwähnt habe, sollte jedes klangerzeugende Element einem Mixer Kanal zugeordnet sein. Aktuell liegt der Audio Clip noch auf dem Master Kanal. Also dem Kanal wo alle Mixertracks zusammenlaufen. Dies wird durch die 3 Striche deutlich. Wenn wir an dieser Stelle das ganze nach oben ziehen, können wir einen der Mixer Tracks auswählen.

Jetzt haben wir unseren Audio Clip auf Mixer Kanal 1 platziert, von wo er zum Master Kanal läuft. Klicken wir den Mixer Kanal an und drücken F2, so sind wir in der Lage einen Namen und eine Farbe für diesen Mixerkanal zu wählen. Durch mehrfaches betätigen der Taste f2 können wir im Schnellverfahren eine Farbe auswählen. Farbe und Namen sind auch wieder extrem wichtig wenn es darum geht die Übersicht zu behalten.

Die nächste Möglichkeit einen Klang zu erzeugen, besteht darin das Sample nicht in die Playlist zu ziehen, sondern direkt in das Channel Rack. In diesem Fall erzeugt FL Studio keinen Audio Clip, sondern erstellt einen “Sampler” in dem das Sample geladen wurde. Nun können wir das Sample nicht mehr in der Playlist positionieren, dafür aber das Pattern in dem der Sampler vorhanden ist. Um dem Pattern einen Namen zu geben, wählen wir das Channel Rack aus und drücken wieder f2. Name und Farbe lassen sich hier genauso editieren wie im Mixer. Wenn wir nun auch noch auf den Sampler im aktuellen Pattern klicken, können wir erneut f2 drücken und nun dem Sampler einen Namen und eine Farbe zuweisen.

Doch wie wird das Sample nun abgespielt? Hier wäre die einfachste Methode im Channel Rack eine bestimmte Stelle im Takt zu aktivieren. Das Sample wird an dieser Stelle jetzt in seiner kompletten Länge einmal abgespielt. So hätten wir allerdings keinen wirklich Vorteil im Vergleich zum Audio Clip. Die fehlende Darstellung des Samples wäre sogar nachteilig. Um also einfach nur ein Sample in seiner gesamten Länge und seiner Original Tonhöhe abzuspielen, eignet sich der Audio Clip wesentlich besser. Der Sampler wird dann interessant, wenn wir eine andere Tonhöhe oder gar mehrere Tonhöhen gleichzeitig mit dem Sample erzeugen wollen. Nun kommt das vorhin bereits erwähnte Piano Roll Fenster zum Einsatz. Ähnlich wie im Channel Rack können wir nun das Sample an einer bestimmten Stelle aktivieren. Darüber hinaus können wir aber auch die Tonhöhe des Samples bestimmt. Dafür wird das Sample intern einfach mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten abgespielt. Je schneller das Sample abgespielt wird, desto höher der Ton. Beachte dabei, das Sample wird dadurch auch kürzer.

Auf der linken Seite sehen wir eine Klaviertastatur abgebildet, welche die Tonhöhe angibt. Mit einem kleinen Trick können wir auch die Länge des abgespielten Samples bestimmen. Dafür klicken wir auf den Sampler im Channel Rack und öffnen somit das Einstellungsfenster des Samples. Unter dem 2. Reiter Envelope / instrument Settings aktivieren wir nun die Hüllkurve für das Sample. Mit den Einstellungen Attack, Decay, Hold, Sustain und Release können wir festlegen wie das Einschwing und Ausschwingverhalten des Samples geregelt ist. der Einfachheit halber setzen wir nun die Attack Zeit auf das Minimum und die Hold Zeit auf das Maximum. Den Rest lassen wir zunächst unberührt. Nun sind wir in der Lage im Piano Roll die Länge des Samples einzustellen. Die Hüllkurve, welche wir gerade im Sampler eingestellt haben, wird quasi über das Sample gelegt.

Synthesizer

Nun kennen wir schon zwei Möglichkeiten FL Studio dazu zu bringen, einen Ton von sich zu geben. Beide beruhen darauf, dass ein Sample abgespielt wird. Anders ist dies bei der Verwendung eines Synthesizers. Dort werden Töne mit Hilfe von Oszillatoren erzeugt. Wir klicken nun also auf Add und wählen den 3 x OSC Synthesizer. Wie der Name schon sagt, haben wir hier drei Oszillatoren zur Verfügung, um einen Ton zu programmieren. Genau wie beim Sampler können wir den Synthesizer anklicken und mit f2 eine Farbe und einen Namen auswählen. Mit öffnen des Piano Roll Fensters können wir Tonhöhe und Länge der zu spielenden Noten festlegen. Die Velocity Balken entscheiden über die Lautstärke des abgespielten Signals. Dies gilt natürlich auch für den Sampler.

Ausblick FL Studio Basics

Mit der Kombination aus Samples und Synthesizern sind wir im Grunde schon in der Lage komplette Musikstücke zu produzieren. Im nächsten Video der FL Studio Basics gebe ich euch einen genaueren Einblick in den Mixer und zeige euch was man in der Playlist noch alles anstellen kann. Bis dahin viel Spaß beim Musizieren und bis bald.

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